Heute war der vorletzte Tag meiner vierwöchigen Arbeitsunfähigkeit. Ja, ihr habt richtig gelesen: VIER WOCHEN Krankenstand, dass muss man mal erleben (dürfen *gg*). Es ist nicht so, dass ich diese Wochen ausschlafend oder bettlägrig erlebt habe, im Gegenteil: Meine Tagesabläufe waren zeitweise so stressig, dass ich mich manchmal richtig auf den Arbeitsbeginn gefreut habe. Und jetzt? Die Freude hält sich in Grenzen. Die gesundheitlichen Probleme sind zwar stark eingedämmt, aber immer noch vorhanden. Je nach Tagesverfassung. Eine Wunderheilung hat sich also leider nicht eingestellt… Und was die Wiederaufnahme der Arbeit betrifft…Hm….Da kann ich nur sagen: “Naja.”
Zuerst fühlt man sich total seltsam. Vier Wochen kein Büro, keine Arbeitskollegen, keine Aufgabe. Nur auf sich selbst konzentrieren. Als würde man einfach aus dem Alltag herausgerissen werden. Dann gewöhnt man sich aber recht gut daran. Kein Lärm, keine Zickereien, keiner nervt. Herrlich. Vor allem für’s Hirn! *Seufz*
In diesen paar Wochen hat sich auch Einiges geändert. Ich werde meine momentane Tätigkeit nur noch ein paar Monate ausführen, danach wird sich etwas Anderes im Haus für mich ergeben. Das habe ich übrigens von Kollegen erfahren. Im Krankenstand. Gerüchteweise. Echt dufte. Sowas ist natürlich total gut für den Erholungsprozess, wenn man sich nur noch Gedanken über den Job macht. Aber mittlerweile haben wir (also mein Kopf und ich) uns schon darauf eingestellt und freuen uns sogar darauf. Weil es wahrscheinlich die bessere Lösung ist. Weil man mit dem ein oder anderen Kollegen, dessen Messer man in Abwesenheit in den Rücken bekommen hat, vielleicht gar nicht mehr können möchte. Und weil ich mir jetzt DAS sagen kann, was mir normalerweise so schwer fällt: Scheiss’ drauf. Ist nicht mehr mein Problem. Interessiert mich nicht.
Wir (also mein Körper, mein Hirn und ich) haben uns nämlich vorgenommen, uns nicht mehr von unfähigen Menschen das Leben schwer machen zu lassen, unseren Dienst rein nach Vorschrift zu erledigen und uns hauptsächlich um uns selbst und unsere Gesundheit zu kümmern. Die ist nämlich wichtiger als jeder verdammte Job.