…stelle ich mir gerade. Darunter zB diese: „Wo zur Hölle ist die (=meine) Weihnachtsstimmung?“ Ich hab’ mich ja wirklich bemüht, fünf verschiedene Kekssorten gebacken, zwanghaft meine Weihnachtsplaylist mehrere Male abgespielt, die Wohnung ‘n bisschen dekoriert, Glühwein getrunken….aber: nüscht. Heute dann das absolute Notfallprogramm: Geschenke verpacken, funktioniert fast immer. Aber das hab’ ich dann in etwa auch so abgehandelt, als würde ich den Geschirrspüler einräumen. Hm….Die letzten Wochen waren zwar durchaus sehr stressig, hatte also kaum Zeit, mich darauf einzustimmen. Aber so zwei Tage vor Heiligabend hab’ ich die Hoffnung doch schon aufgegeben. Und das obwohl ich den 24. Dezember NICHT bei meiner eigenen Familie (Horror =>Stress!!) verbringen werde und daher allen Grund hätte, zu frohlocken! Damn it.
Und übrigens: Warum sehen meine Kekse nie so aus, wie ich das gerne hätte?!?!? Ich muss ja so ganze ohen Eigenlob zugeben, sie sind schon alle ziemlich lecker geworden! Aber die Optik….das sieht teilweise eher so aus, als käme es aus einer Weihnachtswerkstatt für armamputierte blinde Elfen. Zum ersten Mal Lebkuchen mit Pekannüssen gemacht in meinem Leben mit vollem Programm: Marzipan hobeln, Nüsse hacken, auf Oblaten, mit Schoko überziehen, blablabla – schmeckt lecker. Sieht aus….naja…Ich würde zu gerne behaupten, die hätte meine kleine Nichte gemacht. Vanillekipferl: superduperlecker – aaaaber: ein bissl zu dunkel. Kardamomkekse mit weisser Schokolade: yammiyammi aber ein bissl zu hart. Walnusscantuccini: mmmmmhhhhh….aber: ein bissl zu bröselig. Alles in allem muss ich sie wohl bei einer Art „Dinner in the dark“ verkosten lassen…
Ach, und überhaupt: Wieviele Kalorien hat ein mittelgrosses Vanillekipferl?? Nur damit ich weiss, ob ich’s mir bei jedem dritten oder doch eher jedem zweiten Mal verkneifen sollte, in die Keksdose zu greifen….
Noch so eine wichtige Frage: Wie oft darf man in die Badewanne gehen, ohne dekadent zu sein??? Ich könnte nämlich momentan jeden Tag mehrmals da reinsteigen. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, ich hatte fast mein ganzes Leben KEINE eigene Badewanne. So erfroren oder erkältet im Winter ich auch war – ich musste mich immer mit einer heissen Dusche zufrieden geben. Was doppelt schlimm war angesichts der Tatsache dass ich vor 6 Jahren mein erstes Produkt von LUSH zum Geburtstag geschenkt bekommen habe und seitdem quasi an der Nadel hänge und auch meine ganze Umgebung mit der Zeit damit angesteckt habe. Dass ich da niemals eine Badebombe oder ein Schaumbad für mich selbst kaufen konnte hat ja schon beinahe ein Trauma bei mir verursacht. Jetzt bin ich natürlich mit allen weihnachtlichen Badewannen-Köstlichkeiten ausgestattet, die der Laden so hergibt. Eine frische lushige Gesichtsmaske dazu in die Fresse pappen und die aktuelle NEON mitnehmen und – schwuppdiwupp – vergehen die Stunden im Badewannenhimmelreich. Bloss: schön langsam klopft mein grünes Gewissen immer lauter an die Badezimmertüre ob der vielen Liter Wasser, die ich da immer so verschwende…*schäm*
Oh ja, fällt mir auch grad ein: Warum sehen die Innenseiten der Schranktüren meiner nigelnagelneuen Küche so seltsam aus?!?! Die sind regelrecht von einem grauen Schleier überzogen – kennt Ihr das? Sowas ist mir schon mal an den Möbeln in einigen Billigmöbelhäusern aufgefallen dass die so seltsame Flecken haben – bisher dachte ich allerdings die würde einfach Niemand putzen oder die Flecken wären vom Transport. Eine Kollegin meinte dann zu mir sie hätte das auch gehabt, das wäre bei neuen Küchen bzw. Möbeln einfach so und man müsste die halt so lange immer wieder putzen bis das nicht mehr passiert. Stimmt das? Und: warum ist das so, zur Hölle? Weil da neue Elektrogeräte mitverbaut sind? Strahlen die zuviel Wärme aus oder was? Es ist jedenfalls ätzend. Habe heute die gesamte Küche überall innen geputzt und warte jetzt mal ab, was passiert.
Ganz anderes Thema: Was zur Hölle ist eigentlich mit den österreichischen Arbeitgebern los?!? Mal ganz abgesehen davon, dass auf unserer Weihnachtsfeier NIEMAND aus der Geschäftsführung, geschweige denn der Chef selbst, die Eier hatte, mir mit einem anständigen „Aufwiedersehen“ oder vielleicht einem „Danke für die gute Arbeit“ die Hand zu schütteln bin ich auch relativ entsetzt, was einem so bei Vorstellungsgesprächen oder Bewerbungen entgegenschlägt. Die Lage am Markt in meiner Branche ist doch momentan relativ gut; ich habe 15 Bewerbungen geschrieben und bin im Endeffekt tatsächlich zu 7 persönlichen Gesprächen eingeladen worden – was ein ziemlich guter Schnitt ist. Es gab arbeitslose Zeiten, da habe ich auf 30 Bewerbungen nicht einmal die Anzahl an Rückmeldungen erhalten. Trotzdem: man soll unter Wert bezahlt werden, unentgeltlich Überstunden schieben oder beim Vorstellungsgespräch schon so viel über das Unternehmen wissen, wie es nicht einmal die Mitarbeiter selbst tun. Verlangt wird die eierlegende Wollmilchsau und das bitte UNTER dem Kollektivvertragsgrundgehalt. Ich hatte Glück – ich habe eine branchenrelevante Ausbildung und genug (verschiedene) Berufserfahrung, um relativ viel abdecken zu können. Und ich habe den Job bekommen, den ich wollte (zu einem Gehalt, mit dem ich gut leben kann). Ich kenne verschiedene Menschen, die jahrelange Erfahrung in einem guten Unternehmen haben aber dennoch nichts anderes finden. Weil sie eben ausser Matura keine abgeschlossene Ausbildung haben (man sollte meinen, „Berufsausbildung“ zählt auch etwas…) oder immer nur in derselben Firma gesessen sind. Dass ich auf 5 Bewerbungen nicht einmal eine Absage erhalten habe, brauche ich wohl nicht zu erwähnen…
However, für mich gehts ab Anfang Februar im neuen Job los und bis dahin habe ich seit letzter Woche Urlaub (ich weiss, ich weiss….hasst mich ruhig dafür…). Obwohl ich einige meiner Kollegen wahnsinnig vermissen werde und über die 50minütige Fahrt zum Arbeitsplatz nur mässig begeistert bin, bin ich alles in allem verdammt dankbar für diese Chance – ein guter Job, bei dem ich kreativ sein UND sogar ein bisschen schreiben darf bei einem grossen Arbeitgeber, für den man sich nicht einmal schämen muss – das hat schon was!
Die letzten beiden Jahre waren arbeitstechnisch die reinste Zeitverschwendung und glaubt mir: wenn man den ganzen Tag Zeit hat, im Internet zu surfen, Farmville zu spielen oder am eigenen Blog zu schreiben, führt man ein ziemlich armseliges (Arbeits-)leben!
Auch wichtig: Warum mussten Hurts und Coldplay jeweils ein Weihnachtslied herausbringen? Ist doch nicht zu ertragen, die Scheisse, echt….
Ach ja: Was macht man dieses Jahr eigentlich zu Silvester? Ich bin natürlich, wie in sämtlichen Vorjahren, wenig bis gar nicht motiviert und würde am Liebsten zuHause am Sofa bleiben – wo die bessere Hälfte wahrscheinlich nicht so ganz mitspielen wird…Die Innenstadt wird selbstverständlich gemieden aber die beiden Wohnungen, die uns zur Verfügung stehen, bieten beide so GAR keine Aussicht. Abgesehen davon ist es mit grosser Wahrscheinlichkeit auch dieses Jahr am 31. Dezember wieder dermassen schweinekalt und neblig, dass man Feuerwerke am Himmel nur erahnen kann…Also: igendwelche Tipps?
So, bevor ich da jetzt weiter Fragen stelle, die die Menschheit nicht braucht: Antworten auf selbige nimmt die Redaktion gerne entgegen. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.